Die Senioren der Herbol-Werke Würzburg erinnern sich

Zeitzeugen berichten aus ihrer Sicht über Begebenheiten, Innovationen und Erfolge

Bericht von Pato Wellmann
 ehemaliger BASF-Vorsteher des Containers DB Rastatt


 

Geschichte einer großen Verbindung 

    
      Am 02 01 1996 begannen die ersten Tätigkeiten des Rastatt-Projektes im Erdgeschoß der heutigen Lackiererei. Wir hatten weder Telefon noch einen DIN-Cup. Vom Rheomat wussten die Wenigsten und E-Mail-Kommunikation war ein Konzept nur für Computer-Freaks.
Die ersten 500 kg Dschungelgrün kamen aus Würzburg und nicht zu vergessen, dass die erste Charge nicht um 14 Uhr kam sondern um 16 Uhr eintraf. Der Projektleiter DC (heutige wichtige Person bei DC) hat uns richtig -geprügelt". Seitdem wussten wir, dass Ratstatt ein Projekt mit erhöhtem Aufwand werden wurde.

Die Kollegen aus Würzburg waren von der ersten Stunde involviert und haben uns immer geholten, wobei eine gewisse Haßliebe-Beziehung entstanden ist. Es gab oder es gibt noch Kollegen, die das Wort Rastatt' Schüttelfrost. Kopfschmerzen, Depressionen aber auch Stolz und Zufriedenheit verursachen. Am Ende jedoch wurde Rastatt zu einem Synonym einer tollen Leistung unseres Unternehmens.

Die Namen der involvierten Kollegen aus Würzburg sind so zahlreich, dass ich mich nicht traue sie zu nennen ohne viele Kollegen zu verletzen aber Dr. Sapper, Harald Angermüller, Stefan Janeschitz, Mike Seres. Harry Libutzki, Dr. Lüer und viele andere sollen nicht vergessen werden.

Jeder wird sich sicher erinnern, als wir 20 E-Klasse-Autos mit integriertem Prozess mit 2K-Klarlack lackieren wollten und die Schlange der Kollegen am Ende des Ofens so groß war, dass keiner die Kocher richtig sehen konnte. Diese Kocher wanderten von der linken auf die rechte Seite der Karossen und keiner von uns konnte bis heute eine Erklärung dafür finden. Sogar Dr. Streitberger hat eine Sitzung darüber organisiert, die vielen in Erinnerung bleibt.

Nicht zu vergessen war der Container im Erdgeschoß, wo ca. 8 Schreibtische vorhanden waren aber immer ca. 15 Leuten sich dort amüsiert haben. Es war laut aber spannend. Am Ende ist an dieser Stelle anzumerken, dass ohne die außergewöhnliche Leistung von Würzburg mit seinen engagierten Mitarbeitern Rastatt nicht weltweit bekannt geworden wäre.
Dafür herzlichen Glückwunsch zum 20igsten. Jubiläum vom WBL aus Würzburg

Jorge Pato' Wellmann
ehemaliger BASF-Vorsteher des Containers